IG BCE: Erfolgsgeschichten

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Tarifliche Abweichungen nur mit IG BCE

Ausgangssituation:

Druckmaschine

Wie viele Betriebe in 2008, hatte MHM (Michael Huber München) in 2009 einen massiven Umsatzrückgang zu verzeichnen. Auf Druck der Geschäftsführung unterzeichnete der Betriebsrat in München eine Betriebsvereinbarung zur Herabsetzung der Arbeitszeit auf 35 h/Woche und Nutzung des Entgeltkorridors.
Die Michael Huber München GmbH gehört mit ihren verbundenen Unternehmen der hubergroup zu den größten Druckfarbenherstellern der Welt.

Das Ziel:

Den Beteiligten zu verdeutlichen, dass Abweichungen vom Tarifvertrag durch Öffnungsklauseln nur mit Beteiligung der Tarifvertragsparteien und nicht durch Betriebsparteien möglich sind. Des Weiteren sollten unsere Mitglieder erfahren, dass sie vorrangig informiert und beteiligt werden.

Der Weg zum Ziel:

Die Zustimmung wurde nicht erteilt, sondern als erstes ein Gesprächstermin mit Arbeitgeberverband Chemie, Geschäftsführung, Betriebsrat und IG BCE organisiert. In diesem Gespräch musste die Geschäftsleitung die wirtschaftliche Notwendigkeit darlegen. Auch wenn dies nicht im Sinne der Firma war, wurde im nächsten Schritt eine Mitgliederversammlung durchgeführt. Zunächst wurde Verwunderung von den Mitgliedern über die zeitliche „Verzögerung“ geäußert. Doch im weiteren Verlauf der Veranstaltung konnten die Hintergründe erläutert werden. Insbesondere kam im weiteren Verlauf positiv an, dass eine Abweichung zuungunsten der Arbeitnehmer nicht voreilig ohne Beteiligung der Mitglieder erteilt wurde. Fünf Monate später wurde der Organisationgrad um 10 % erhöht und die Entgeltabsenkung wurde rückwirkend nachbezahlt.

Internetlink: www.mhm.de

Ansprechpartner: Astrid Meier (astrid.meier@igbce.de)

Abgelegt unter folgenden Schlagworten: Entgelt, Krise, Tarifvertrag